Die wichtigsten Forderungen für meinen Wahlkreis aus dem Bezirksprogramm der SPD – „Friedrichshain-Kreuzberg miteinander“

  • Wir wollen die Anzahl der Kitaplätze erhöhen. Dafür werden wir uns verstärkt auf Bezirks- und Landesebene einsetzen. Besonders in Friedrichshain gibt es einen sehr großen Bedarf an Kita-Erweiterungen und -Neubauten. Die Notwendigkeit bezirkli-cher Kita-Eigenbetriebe sehen wir weiterhin; für ihre finanzielle Absicherung kämpfen wir. Das gleiche gilt für Kinder- und Jugendfreizeitstätten in öffentlicher Trägerschaft, für deren Verbleib beim Bezirk wir uns in der letzten Wahlperiode gegen das Vorhaben der Grünen einer vollständigen Privatisierung eingesetzt haben.
  • Durch flexiblere und längere Öffnungszeiten der Kitas wollen wir die Gleichstellung von Frauen und Männern fördern.
  • Auch die akute Notwendigkeit der Schaffung neuer Grundschulplätze besteht in Friedrichshain. Die SPD verteidigt das Recht jedes Kindes auf einen Platz in einer staatlichen Grundschule. Wir haben uns als SozialdemokratInnen erfolgreich für die Wiedereröffnung der Grundschule Scharnweberstraße eingesetzt, unser nächstes Ziel ist für uns SozialdemokratInnen vor Ort deshalb die Neueinrichtung einer öffentlichen Grundschule im Richard-Sorge-Viertel!
  • Oberste Priorität hat für uns eine ausfinanzierte Sach- und Personalausstattung an den Schulen. Wir begrüßen deshalb auch das Volksbegehren für den Ausbau der Ganztagsbetreuung an den Grundschulen bis Klassenstufe 6.
  • Die Mietenexplosion in unseren Kiezen muss gestoppt werden! Dazu wollen wir den kommunalen Wohnungsbestand ausbauen und ein Zweckentfremdungsverbotsverordnung auf Landesebene erlassen, damit nicht immer mehr Wohnungen als Ferienunterkünfte verwendet werden. Wichtigste Mittel auf bezirklicher Ebene sind die Milieuschutzgebiete und Umstrukturierungssatzungen.
  • Wir möchten, dass das SEZ rekommunalisiert und die große Schwimmhalle wieder für alle geöffnet wird! Das Land Berlin hat das SEZ vor einigen Jahren zu einem symbolischen Preis von einem Euro an einen privaten Investor verkauft hat, der nur Teile des Komplexes umgestaltet hat. Ein erster Schritt für die Rückabwicklung dieses ist es, endlich den Kaufvertrag zwischen dem Land und dem heutigen Eigentümer of-fen zu legen – er wird bis heute geheim gehalten!
  • Wir halten als SozialdemokratInnen fest an dem öffentlichen Auftrag zur kulturellen Bildung: So sind wir stolz auf die neu eröffnete Bezirkszentralbibliothek in der Frankfurter Allee. Als Wohnzimmer unseres Kiezes ist sie ein Ort zum Lesen, Lernen und auch Leben. Für uns spielt auch die Musikschule eine sehr wichtige Rolle für das kulturelle Leben im Bezirk. Mit der Galerie im Turm haben wir eine von drei kommunale Galerien bei uns im Stadtteil und mit dem Jugendwiderstandsmuseum Galiläakirche, das sich u.a. dem Jugendwiderstand in der DR widmet, haben wir eine von vielen Kulturstätten in unserem Kiez, die nicht dem Bezirk gehören, aber von uns unterstützt werden.
  • Wir treten für Verkehrsberuhigung ein – konkret z.B. für Tempo 30 in der Ebertystraße. Aber auch in anderen Straßen im Wahlkreis würde sich eine Verkehrs-beruhigung sehr positiv auf die Lebensqualität auswirken. Das Radwegsystem werden wir sanieren und ausbauen, z.B. auf der Warschauer Straße. Für Busse und Bahnen im Kiez wollen wir eine sog. „grüne Welle“ testen, damit beide Verkehrsmittel Vorfahrt vor dem Autoverkehr erhalten.
  • Wir werden den öffentlichen Personennahverkehr stärken. Für die Tram 21 wollen wir einen 10-Minuten-Takt erreichen. Einen dichteren Takt auf der Buslinie 240 gibt es bereits jetzt. Außerdem setzen wird uns für einen weiteren Ausbau der Barrierefreiheit im Nahverkehr ein; dies gilt insbesondere für den U-Bahnhof Samariterstraße.
  • Wir wollen keinen Weiterbau der Bundesautobahn A 100! Wir haben als Kreisver-band mit dafür gesorgt, dass bis zur Wahl keine weitere Planungen gemacht oder voll-zogen werden. Auch nach der Wahl werden wir innerhalb und außerhalb unserer Partei dafür kämpfen, dass dies so bleibt.
  • Wir unterstützen die Initiativen und Netzwerke gegen Rechts und für Toleranz und Weltoffenheit und beteiligen uns an ihnen. Wir begleiten die Durchführung der Bier-meile auf der Karl-Marx-Allee kritisch und unterstützen die Aktion Servicewüste für Rassisten.
  • Mit Hilfe des neuen Berliner Spielhallengesetzes wollen wir die hohe Zahl an Spielhallen im Wahlkreis stark reduzieren.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass sich die neue Tourismus-Konzeption der Berliner Tourismus Marketing GmbH mit Auswirkungen des Massentourismus in den Trend-Bezirken auseinandersetzt. Gerade die EinwohnerInnen in den Friedrichshainer Kiezen klagen über eine zunehmende Müll- und Lärmbelästigung.
  • Wir fordern die Einrichtung eines Tourismus-Fonds, um negative Folgen des Tou-rismus besser bekämpfen zu können. Auch die Einführung einer City-Tax auf Übernachtungen zur Pflege und Entwicklung der kulturellen Infrastruktur im Bezirk wird von uns unterstützt.
 

Gerlinde Schermer protestiert stellvertretend für den SPD-Kreis Friedrichshain-Kreuzberg gemeinsam mit den AutobahngegnerInnen anderer Parteien am 17.9.2011 auf der Elsennbrücke.

 

Keine Autobahn im Bezirk.

Die SPD Friedrichshain-Kreuzberg hat dafür gesorgt, dass die Planungen für den Weiterbau der Autobahn A 100 auf Eis gelegt wurden. Wir lehnen auch weiterhin den Ausbau der A 100 ab. Anders sind die von den Planungen betroffenenen Wohnquartiere in Friedrichshain und Kreuzberg vor zusätzlichen Lärm, Umweltbelastungen und vor allem mehr Verkehr nicht zu schützen.





Wir wollen eine Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs. Deshalb lehnen wir eine Privatisierung der S-Bahn durch eine Teil-Ausschreibung ab.
Wir wollen 100% S-Bahn.
Wir sagen:  Ja zum öffentlichen Nahverkehr!

Ihre Gerlinde Schermer

 

© Volker Baumgärtner ddp images GmbH c/o dapd nachrichtenagentur GmbH

 

SEZ muss wieder in öffentliche Hand

Die Friedrichshainer SPD-Kandidatin für den Wahlkreis 5 (Boxhagener Platz Nord, Samariter- und Hausburgviertel) Gerlinde Schermer fordert die Rekommunalisierung des Sport- und Erholungszentrums SEZ.

Schermer, die zu den Initiatorinnen des erfolgreichen Wasser-Volksbegehrens gehört, sieht keinen Grund, die 2003 erfolgte Übertragung des SEZ an den privaten Investor für einen Euro weiter aufrecht zu halten. „Als erstes wird die Offenlegung des Vertrages gefordert, damit zu erkennen ist, ob der Vertrag, den das Land gemacht hat, genauso miserabel ist wie der Wasserprivatisierungsvertrag“, so Schermer. Hier wurde zwar keine Renditegarantie gegeben, dafür aber auf Leistungen für die Bevölkerung verzichtet, wie z. B. auf das Schwimmangebot. Eine solche Politik ist nicht hinnehmbar. Der Vertrag muss überprüft werden. Die vielen jungen Familien in Friedrichshain brauchen eine Schwimmhalle im Kiez. Zudem muss geprüft werden, ob in dem weiträumigen Komplex, der zur Hälfte leer steht und verrottet, die dringend im Norden Friedrichshains benötigte Grundschule und auch eine öffentliche Kita untergebracht werden können. Der bisherige Betreiber kann ja als Pächter wie bisher das Bowlingcenter betreiben. Die Gesamtanlage des SEZ aber muss zurück in Landesbesitz.

 

Jan Stöß, Klaus Staeck , Sven Heinemann, Ich und Siegried Wehrmeister (Künstler)

 

Alfred Döblin lächelt uns wieder entgegen.

Die Döblin Büste hat ein neues Asyl bekommen - in der Zentralbibliothek Frankfurter Alle 14 A.

Wie Döblin im Leben, war auch seiner Büste kein friedliches Dasein gegönnt.

Zerstörung im öffentlichen Raum ist mittlerweile Alltag. Weil Buntmetall wertvoll geworden ist, wird viel geklaut und wer weiß wo eingeschmolzen und verkauft. Auch die Döblin - Büste war vor einem Jahr plötzlich weg.

Das ließ viele Berlinerinnen und Berliner keine Ruhe. Viele Spenden, aufgerufen über die Berliner Zeitung, haben es möglich gemacht.
Heute wurde die neue Büste im Beisein des Künstlers, Siegfried Wehrmeister, feierlich enthüllt.

Nach altem Vorbild neu geschaffen - und noch schöner- weil feiner als die Alte gegossen, wie Herr Wehrmeister berichtete.

Herzlichen Dank allen, die daran mitgewirkt haben.

Das größte Dankeschön gilt Herrn Wehrmeister!

Wer Alfred Döblin weiter unterstützen möchte, kann dies weiter tun. Die markanten Buchstaben am ehemaligen Haus der Elektrizität am Alex dürfen nicht einfach verschwinden bzw. verschwunden bleiben! Auch sie sollen erneuert werden! Der Verlag Schaltzeit aus Berlin - Kreuzberg hat dazu die Inititative ergriffen und bittet um Mithilfe.

Hier der Kontakt: www.schaltzeitverlag.de Andreas Illmann, illmann@schaltzeit.de


Gerlinde Schermer
27.7.2011

 

Gerlinde Schermer mit den beiden Urenkelinnen von Pauline Staegemann (rechts Prof. Dr. Jutta Limbach)

 

Ein Straßenname für Pauline Staegemann

Am 29. Juni 2011 haben wir bei herrlichem Sonnenschein feierlich Pauline Staegemann geehrt und eine Straße nach ihr benannt. Stadtrat Jan Stöß enthüllte das Schild.
Die Vorkämpferin gegen Lohndumping - wie man es heute nennen würde-, wurde am 18. März 1838 im Oderbruch geboren - ein geschichtsträchtiges Datum - 10 Jahre vor der Revolution 1848. Sie lebte, arbeitete und kämpfte in Friedrichshain. Als sie politisch zu arbeiten begann, war es Frauen verboten politischen Versammlungen zu organisieren. Sie kämpfte dennoch und organisierte aus ihrem kleinen Keller-Tante -Emma Laden heraus den Widerstand. Pauline Staegemann war verheiratet und hatte zwei Söhne und zwei Töchter. Die Eltern sorgten dafür, dass die Söhne studieren konnten. Eine ihrer Töchter zog später selbst ins Parlament ein. Die lebensfrohe Pauline zeigte sich gern mit Hut! Miesepetrigkeit war nicht Ihr Ding. Die Obrigkeit verfolgte ihr Tun mit Misstrauen. Pauline gründete mehrere Vereine, die immer wieder verboten wurden. Sie wusste, was wir heute wieder lernen müssen: Nur gemeinsam können wir etwas erreichen.
Ein Flugblatt aus ihrer Zeit, zeigt worum es damals ging. Kommt uns das nicht bekannt vor? Kosten drücken - Löhne senken - Arbeiter gegeneinander ausspielen?

 
 

Dank an die politischen Organisatoren für die Erinnerungsarbeit und vor allem Dank den Historikerinnen über die tollen Geschichtsinformationen. Dank an das Bezirksamt Friedrichshain- Kreuzberg und das Bezirksmuseum sowie den Boxhagener Stadtmusikanten.
Es ist eine kurze Straße für Pauline, genau im Kiez, an der Ecke Mollstraße. In dem Kiez hat sie auch gelebt und in dem Kiez musste sie leider auch - als erste Frau- aus politischen Gründen ins Gefängnis Barnimstraße. In ihrer Laudatio machte Prof. Dr. Jutta Limbach, eine der beiden anwesenden Urenkelinnen von Pauline Staegemann,  deutlich, dass das sehr schlimm war, weil Pauline Staegemann als "Wiederholungstäterin" im Kampf gegen die Ausbeutung galt. Aber wie soll man denn sonst kämpfen, wenn nicht stetig?
Für mich gab es ein herzliches Wiedersehen mit Prof. Dr. Jutta Limbach. Mit ihr erlebte ich nach der Wende als Neuling in der SPD-Fraktion die ersten politischen Schritte im Abgeordnetenhaus. Wir erinnerten uns an die aufregenden Zeiten. Aber das sind wieder andere Geschichten. Allen jungen Frauen sollte diese Familiengeschichte Mut machen! Bildung, Vertrauen in die Kinder und Fröhlichkeit! Fangen wir also wieder an zu kämpfen. Nicht nur - aber auch wegen Pauline!
Am Besten gleich heute!
 
Gerlinde Schermer

 
 

Vor-Ort-Termin am 22. Juni 2011: Zum Tag der offenen Tür im Elisabeth Seniorenzentrum, Dr. Harnischhaus in der Liebigstraße

Viel Spaß und nette Gespräche hatte ich beim Tag der offenen Tür im Elisabeth Seniorenzentrum. Alle waren herzlich um die Seniorinnen und Senioren bemüht. Groß und Klein fanden im Garten zusammen. Das fand ich super. ES wurde musiziert. Áls eine Zwei-Herren-Combo das "Rennsteiglied" spielte, habe ich als Thüringen-Liebhaberin spontan mit Ihnen ins Mikro gesungen. Dafür erhielten wir von den anwesenden Damen und Herren Szenenapplaus.
Bei den Gesprächen bei Kaffee und Kuchen stellte sich heraus, dass einige Anwesende auch das Wasservolksbegehren unterstützt haben. O-Ton einer Dame: "Wo soll das alles noch hinführen. Alles wird verkauf - Wasser, Gas und Strom - und die Preise steigen darauf hin. Wir müssen das aus unserer kleinen Rente, die kaum steigt, teuer bezahlen. Danke, dass Sie sich so engagieren."
Das ist ein Wort, dass bei all den Kämpfen auch mir gut tut.  Herzlichen Dank!
 
Die Einladung zum Film "Flüssiges Berlin?" am 30.6.2011 in der Bibliothek an der Frankfurter alle 14a. 15.00 Uhr wurde auch von den Gästen der Party freundlich aufgenommen.
Viel Spaß hatte ich insbsondere am Tisch des  Herrn Grünbeck. Er erzählte mir von seiner Arbeit in der DDR und dem Kampf mit Walter Ulbricht um die Herstellung moderner Jugendmode. Herr Grünbeck hatte drei Töchter, die waren froh, mal was anderes tragen zu dürfen, als langweilige HO Mode. Spannende Geschichten aus dem echten Leben!
 
Ich freu mich auf ein Wiedersehen.
Gerlinde Schermer

 
 

Viele interessante Gespräche geführt: Gerlinde Schermer beim Weltfest 2011

Bereits zum elften Mal fand jetzt das Weltfest statt – und Gerlinde Schermer, die SPD-Kandidatin für das Abgeordnetenhaus im Wahlkreis 05, war mit dabei. Viele Friedrichshainerinnen und Friedrichshainer strömten auf den Boxhagener Platz, um sich über gesunde Ernährung und fair gehandelte Nahrungsmittel zu informieren. In der warmen Frühlingssonne ließen sie sich die angebotenen Speisen schmecken und genossen das musikalische Rahmenprogramm.

Engagement gegen Privatisierungen Gesprächsthema Nummer eins

Einiges los war auch am Stand von Gerlinde Schermer, die mit zahlreichen Besuchern ins Gespräch kam und mit ihnen ihre politischen Positionen diskutierte. Ihr langjähriges Engagement gegen die Privatisierung von Leistungen der öffentlichen Daseinsvorsorge und insbesondere für die Re-Kommunalisierung der Berliner Wasserbetriebe stieß auf großes Interesse.

Am Stand der SPD informierten sich die Gäste über das Wahlprogramm der Berliner SPD und das kommunale Wahlprogramm der SPD Friedrichshain-Kreuzberg. Begehrt waren auch die Give-Aways wie zum Beispiel die kleinen Saattüten der Roten Sonnenblume.

Weltfest am Boxhagener Platz bereits eine Institution

Das Weltfest wird seit 2001 jährlich vom entwicklungspolitischen Verein Southern Network for Environment and Development SONED e.V. und dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg auf dem Boxhagener Platz organisiert. Dieses Jahr stand es unter dem Motto „Recht auf Nahrung – gesunde Ernährung für alle“.